Edge-Agenten-Quickstart — Installation und erster Workflow
Diese Anleitung führt Schritt für Schritt durch die Installation der quelloffenen edge-agents-Runtime — von der CLI über den Container-Build der Engine bis zum ersten lokal geöffneten Agenten-Workflow.
Der Quelltext steht offen auf GitHub: github.com/ForestHubAI/edge-agents. Die Erklärungen hier sind deutsch, die Befehle bleiben englisch (sie sind sprachneutral).
Voraussetzungen
Du brauchst eines der verifizierten Targets oder ein Entwicklungssystem:
- Industrielle Targets: Raspberry Pi 5 (8 GB), NVIDIA Jetson Orin Nano (8 GB), x86-NUC (16 GB), STM32MP25 (Linux-MPU) oder Bosch Rexroth ctrlX CORE.
- Entwicklung: Linux (amd64/arm64) oder macOS.
- Node.js für die CLI, Docker mit
buildxfür den Engine-Container.
Eine Einordnung, welche Hardware für welche Modellgröße geeignet ist, findest du unter Hardware für Edge-Agenten.
Schritt 1 — Workflow-CLI installieren
npm i -g @foresthubai/workflow-cli
fh-workflow open my.workflow.json
Der erste Befehl installiert die Workflow-CLI global — ein Klonen des Repositorys ist dafür nicht nötig. Der zweite Befehl öffnet einen Agenten-Workflow im lokalen Builder, einer visuellen Oberfläche zum Betrachten und Bearbeiten der Agentenlogik.
Schritt 2 — Engine als Container für arm64 bauen und starten
cd go
docker buildx build --platform linux/arm64 -t edge-agents/engine:arm64 --load .
docker run --rm -p 8081:8081 edge-agents/engine:arm64
Dieser Block baut die Go-Engine als arm64-Container — passend für Raspberry Pi, Jetson und ctrlX CORE — und startet sie auf Port 8081. Die Engine übernimmt Ausführung, Inferenz-Proxy, Gerätetreiber und MQTT-Anbindung. Das Wire-Format zwischen Workflow-Modell und Engine ist contract-typisiert (OpenAPI 3.0.3, Quelle in contract/).
Schritt 3 — Lokalen SLM-Provider anbinden
Für den offline-Betrieb bindet die Runtime ein lokales Sprachmodell an. Unterstützt werden unter anderem:
- Ollama — einfacher Einstieg, breite Modellauswahl.
- llama.cpp — ressourcenschonend, auch auf schwächerer Hardware.
- vLLM — durchsatzoptimiert für größere Modelle auf GPU-Hardware.
Alternativ lassen sich Cloud-Provider (Anthropic, OpenAI, Google Gemini, Mistral) anbinden — für offline-Szenarien wird jedoch ein lokaler Provider verwendet, damit keine Produktionsdaten das Werksnetz verlassen.
Schritt 4 — Ersten Workflow öffnen und ausführen
Mit fh-workflow open lässt sich ein Workflow im Builder öffnen, visuell anpassen und gegen die laufende Engine (Port 8081) ausführen. Damit ist die Grundlage gelegt, um Hardware-Bausteine (GPIO, UART, MQTT) und das lokale Sprachmodell zu einem Agenten zu verknüpfen.
FAQ
Welche Hardware ist der einfachste Einstieg? Ein Raspberry Pi 5 (8 GB) für schlanke Agenten oder ein Jetson Orin Nano für lokale SLM-Inferenz. Details unter Hardware für Edge-Agenten.
Brauche ich eine GPU? Für die kleinsten Modelle nicht zwingend, für flüssige SLM-Inferenz ist eine GPU (z. B. Jetson) empfehlenswert. Siehe Offline-KI in der Industrie zur Einordnung von Modellgröße und VRAM.
Sind diese Befehle aktuell? Die Snippets entsprechen dem Repo-Stand vom 2026-06-04. Maßgeblich bleibt das README im Repository — bei Abweichungen gilt der dortige Stand.
Quelloffen auf GitHub
Die edge-agents-Runtime ist quelloffen verfügbar: github.com/ForestHubAI/edge-agents
Lizenz: Apache-2.0 (contract/, ts/workflow-core) bzw. AGPL-3.0-only oder kommerziell (go/, ts/workflow-builder, ts/workflow-cli). Für kommerzielle Lizenzierung: root@foresthub.ai.
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Herausgegeben von ForestHub.ai — einer Plattform für Embedded und Edge AI Agents.
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